Diese Torte mache ich besonders gern dann, wenn ich etwas brauche, das sich gut vorbereiten lässt. Gerade für Geburtstage, Familienfeiern oder Besuch ist das Gold wert, weil man nicht alles am selben Tag machen muss. Der Biskuit ist locker, die Creme schön aromatisch, und wenn die Torte ein paar Stunden oder sogar über Nacht durchziehen kann, schmeckt sie eigentlich noch besser.
Der feine Kakaobiskuit passt sehr gut zur Mokkacreme, weil er nicht zu schwer ist und den Kaffeegeschmack gut aufnimmt. Die Buttercreme wird durch den Schokoladenpudding cremig und durch den Instant-Kaffee aromatischer, ohne zu bitter zu werden. Wer Kaffeegebäck mag, bekommt hier eine klassische, aber trotzdem einfache Torte.
Wer sich Arbeit sparen möchte, kann natürlich auch einen fertigen Biskuitboden nehmen. Mit selbst gebackenem Boden wird sie aber genauso unkompliziert und schmeckt einfach ein bisschen persönlicher.
Zutaten
Für den Biskuit
4 Eier
3 EL heißes Wasser
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
100 g Mehl
100 g Speisestärke
20 g Kakaopulver
2 TL Backpulver
Für die Mokkacreme
1 Päckchen Schokoladenpudding
100 g Zucker
1 guter EL Instant-Kaffee
250 g Butter
Zum Verzieren
Schokostreusel oder Mandelstückchen
Mokkabohnen

So mache ich die Torte
1. Biskuit vorbereiten
Zuerst kommt der Biskuit dran. Dafür die Eier mit dem heißen Wasser richtig schaumig schlagen. Das dauert ein paar Minuten, ist aber wichtig, weil der Boden dadurch später schön locker wird. Dann Zucker und Vanillinzucker langsam einrieseln lassen und so lange weiterschlagen, bis die Masse hell, luftig und deutlich cremiger ist.
Mehl, Speisestärke, Kakao und Backpulver in einer Schüssel mischen. Danach die trockenen Zutaten auf die Eiermasse sieben und vorsichtig unterheben. Hier lohnt es sich, nicht hektisch zu rühren, damit der Teig seine Luft behält. Am besten arbeitest du mit einem Teigschaber und hebst die Mischung langsam von unten nach oben unter.
Den Teig in eine Springform mit 28 cm Durchmesser geben und glatt streichen. Bei 200 °C etwa 20 bis 30 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit kannst du mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Biskuit fertig ist. Wenn kein feuchter Teig mehr daran klebt, kann er aus dem Ofen.
Danach den Boden komplett auskühlen lassen. Erst wenn er wirklich kalt ist, schneide ich ihn zweimal waagerecht durch, damit drei Böden entstehen. Ein langes, scharfes Messer oder ein Tortenschneider hilft dabei sehr.
2. Mokkacreme kochen
Für die Creme wird zuerst der Schokoladenpudding gekocht, allerdings nicht einfach nur nach Packungsangabe, sondern mit Zucker und dem Instant-Kaffee. Genau das gibt später den typischen Mokkageschmack. Der Kaffee sollte sich gut auflösen, damit die Creme später gleichmäßig schmeckt.
Der Pudding muss danach wirklich vollständig auskühlen. Damit sich keine Haut bildet, kannst du direkt auf die Oberfläche ein Stück Frischhaltefolie legen. Wichtig ist, dass der Pudding später ungefähr dieselbe Temperatur wie die Butter hat.
3. Buttercreme herstellen
Die Butter separat cremig rühren, bis sie heller und weicher wirkt. Danach den kalten Pudding nach und nach dazugeben. Nicht alles auf einmal einrühren, sondern löffelweise arbeiten. So verbindet sich die Masse besser und die Creme wird glatter.
Wenn Pudding und Butter ungefähr dieselbe Temperatur haben, klappt das am besten. Ist der Pudding noch warm, kann die Butter schmelzen. Ist die Butter zu kalt, kann die Creme grisselig werden. Falls das passiert, hilft es oft, die Creme kurz bei Zimmertemperatur stehen zu lassen und dann noch einmal aufzuschlagen.
4. Torte füllen und einstreichen
Jetzt wird geschichtet: den ersten Boden auf eine Tortenplatte legen und mit Creme bestreichen. Dann den zweiten Boden daraufsetzen und wieder Creme verteilen. Zum Schluss kommt der dritte Boden darauf.
Den Rest der Creme auf Oberseite und Rand verstreichen. Ein wenig Creme kann man vorher für kleine Tupfen zurückhalten. Wenn du möchtest, kannst du die Torte zuerst dünn einstreichen, kurz kühlen und danach die restliche Creme sauberer auftragen.
Am Rand passen Schokostreusel oder Mandelstückchen gut. Oben machen sich ein paar Cremetupfen und Mokkabohnen besonders schön. Viel mehr braucht die Torte eigentlich nicht, weil die Creme und der dunkle Biskuit schon klassisch genug wirken.

Was ich dabei wichtig finde
Der Biskuit muss wirklich kalt sein, bevor man ihn schneidet oder füllt. Sonst kann er brechen oder die Creme zu weich machen. Der Pudding darf ebenfalls nicht mehr warm sein, sonst wird die Buttercreme nichts.
Wenn du die Böden etwas saftiger magst, kannst du ganz dünn Konfitüre aufstreichen, bevor die Creme draufkommt. Besonders gut passen Aprikosenkonfitüre oder Johannisbeergelee, weil sie eine leichte fruchtige Note geben. Auch ein ganz dünner Kaffee-Milch-Tränke kann passen, aber wirklich sparsam, damit der Biskuit nicht matschig wird.
Häufige Fehler
Die Buttercreme gerinnt:
Meist hatten Butter und Pudding nicht dieselbe Temperatur. Geduld hilft hier wirklich.
Der Biskuit wird flach:
Dann wurde die Eiermasse nicht lange genug geschlagen oder die Mehlmischung zu kräftig eingerührt.
Die Böden brechen beim Schneiden:
Das passiert oft, wenn der Biskuit noch warm ist oder das Messer zu kurz ist.
Die Torte schmeckt zu stark nach Kaffee:
Dann beim nächsten Mal etwas weniger Instant-Kaffee nehmen oder mit mehr Schokodekor ausgleichen.
Zum Vorbereiten und Servieren
Genau zum Vorbereiten ist diese Torte super. Du kannst sie problemlos am Vortag fertig machen, weil sie nach einigen Stunden Kühlzeit stabiler wird und sich schöner schneiden lässt. Für Geburtstage oder Feiern ist das einfach praktisch, weil schon ein großer Teil erledigt ist, bevor der eigentliche Tag überhaupt beginnt. Vor dem Servieren sollte die Torte kurz bei Raumtemperatur stehen, damit die Buttercreme etwas weicher und cremiger wird.

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