Dieser Baiserkuchen lebt vor allem vom Kontrast der Schichten: unten ein weicher Boden, darauf eine knusprige Baiserhaube mit Mandelblättchen und in der Mitte eine milde Vanillecreme. Genau diese Kombination macht ihn so besonders, ohne dass er in der Zubereitung kompliziert wird.
Er passt gut auf den Kaffeetisch, lässt sich aber auch für Gäste, Geburtstage oder ein Wochenende mit der Familie vorbereiten. Außen wirkt er durch das Baiser und die Mandeln etwas festlicher, innen bleibt er durch die Creme weich und angenehm frisch. Wichtig ist nur, den Kuchen nach dem Füllen noch kurz zu kühlen, damit die Creme etwas fester wird und sich später sauberer schneiden lässt.
Zutaten
Für den Boden
100 g Butter
100 g Zucker
2 TL Vanillezucker
4 EL Milch
4 Eigelb
100 g Mehl
1 TL Backpulver
Für das Baiser
4 Eiweiß
180 g Zucker
100 g Mandelblättchen
Für die Füllung
500 ml Vanillecreme
250 ml Sahne

So wird der Kuchen gemacht
1. Teig anrühren
Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Die Masse sollte heller und geschmeidiger werden. Dann die Eigelbe einzeln unterrühren, damit sich alles gut verbindet.
Mehl und Backpulver mischen, zur Buttermasse geben und kurz einarbeiten. Zum Schluss die Milch dazugeben und alles zu einem glatten, streichfähigen Teig verrühren. Der Teig sollte nicht fest sein, sondern sich gut in der Form verteilen lassen. Wenn er zu dick wirkt, kannst du ihn mit einem Löffel vorsichtig glatt streichen.
2. In die Form geben
Eine Backform mit Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig darin verstreichen. Je gleichmäßiger die Schicht ist, desto sauberer backt der Boden später.
Achte besonders auf die Ecken und Ränder, damit der Boden dort nicht zu dünn wird. Eine gleichmäßige Teigschicht hilft auch später beim Schneiden und Zusammensetzen.
3. Baiser aufschlagen
Das Eiweiß mit dem Zucker steif schlagen, bis eine feste und glänzende Masse entsteht. Das kann ein paar Minuten dauern. Das Baiser ist richtig, wenn es stabile Spitzen bildet und nicht mehr aus der Schüssel läuft.
Das Baiser auf dem Teig verteilen und mit Mandelblättchen bestreuen. Du kannst die Oberfläche leicht wellig streichen, dann sieht der Kuchen nach dem Backen besonders schön aus. Das Eiweiß sollte wirklich stabil sein, damit die Haube beim Backen ihre Form behält.
4. Backen
Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa 20 bis 25 Minuten backen. Danach vollständig auskühlen lassen.
Die Mandeln sollten leicht goldbraun sein, das Baiser oben trocken wirken und der Boden durchgebacken sein. Zu lange sollte der Kuchen aber nicht im Ofen bleiben, damit der Boden nicht trocken wird und das Baiser nicht zu hart wird. Gegen Ende der Backzeit lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen.
5. Kuchen teilen
Den ausgekühlten Kuchen vorsichtig aus der Form lösen und in zwei gleich große Hälften schneiden. Dabei am besten mit einem scharfen Messer arbeiten und nicht zu viel Druck auf die Baiserhaube geben.
Wenn du besonders saubere Stücke möchtest, kannst du die obere Hälfte schon vor dem Zusammensetzen in Portionsstücke schneiden. So lässt sich der Kuchen später leichter servieren, ohne dass die Baiserhaube stark bricht.
6. Creme vorbereiten
Die Sahne steif schlagen und die Vanillecreme vorsichtig unterheben. So entsteht eine luftige, aber trotzdem stabile Füllung. Wenn du zu kräftig rührst, verliert die Creme an Volumen. Deshalb hier lieber langsam und behutsam arbeiten.
Die Creme sollte streichfähig sein, aber nicht laufen. Falls sie sehr weich wirkt, stelle sie kurz kalt, bevor du den Kuchen füllst.
7. Zusammensetzen
Die Creme auf eine Kuchenhälfte streichen und die zweite Hälfte vorsichtig daraufsetzen, sodass die Baiserhaube oben bleibt. Die Creme muss nicht ganz bis zum Rand gestrichen werden. Beim Auflegen der zweiten Hälfte verteilt sie sich meist noch etwas.
Drücke die obere Hälfte nur ganz leicht an. Zu viel Druck würde die Creme herausdrücken oder die Baiserhaube zerbrechen.
8. Kurz kühlen
Den fertigen Kuchen vor dem Servieren für eine Weile in den Kühlschrank stellen. Leicht gekühlt lässt er sich besser schneiden, und die Füllung hält schöner zwischen den beiden Schichten.

Darauf solltest du achten
Das Eiweiß wirklich steif schlagen, damit das Baiser stabil bleibt. Den Kuchen nicht zu dunkel backen, sonst wird der Boden trockener und das Baiser zu hart. Die Creme vorsichtig unterheben, damit sie luftig bleibt. Den Kuchen erst ganz auskühlen lassen, bevor du ihn füllst. Vor dem Schneiden kurz kühlen, damit die Stücke sauberer werden.
Wenn etwas schiefläuft
Das Baiser wird nicht fest:
Dann war das Eiweiß meist nicht lange genug geschlagen oder es war noch etwas Eigelb dabei. Auch eine fettige Schüssel kann verhindern, dass Eiweiß richtig steif wird.
Die Haube bricht beim Schneiden:
Das passiert bei Baiser schnell. Mit einem scharfen Messer und wenig Druck klappt es meist besser. Ganz vermeiden lässt es sich nicht immer.
Die Füllung ist zu weich:
Dann war die Sahne nicht fest genug geschlagen oder der Kuchen hatte nach dem Füllen zu wenig Kühlzeit.
Der Kuchen wirkt trocken:
Dann war er meistens etwas zu lange im Ofen. Hier lieber gegen Ende im Blick behalten.
Ideen zum Abwandeln
Du kannst den Kuchen ohne Probleme etwas verändern, zum Beispiel mit selbstgemachter Vanillecreme, etwas Zitronenabrieb in der Füllung, frischen Beeren zwischen den Schichten, etwas Vanille oder Rum in der Creme oder Puderzucker kurz vor dem Servieren.

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