Wenn Erdbeeren richtig reif und aromatisch sind, braucht es nicht viel für eine gute Marmelade. Mit Zucker und etwas Zitronensaft lässt sich daraus ganz unkompliziert ein fruchtiger Aufstrich kochen, der nach Sommer schmeckt und sich gut auf Vorrat machen lässt. Besonders schön ist, dass du genau weißt, was im Glas steckt, und die Marmelade nach deinem Geschmack etwas stückiger oder feiner machen kannst.
Das Schöne an selbstgemachter Erdbeermarmelade ist, dass du die Konsistenz selbst bestimmen kannst. Wenn du kleine Fruchtstücke magst, schneidest du die Erdbeeren nur grob. Für eine feinere Marmelade kannst du sie vor oder nach dem Kochen etwas pürieren. Mit normalem Zucker wird die Marmelade meist etwas weicher als mit Gelierzucker, dafür schmeckt sie besonders natürlich und fruchtig.
Zutaten
1 kg Erdbeeren
550 g Zucker
1 EL Zitronensaft
Zubereitung
1. Erdbeeren vorbereiten
Die Erdbeeren waschen, putzen und die grünen Stiele entfernen. Größere Früchte in kleinere Stücke schneiden. Sehr weiche oder beschädigte Stellen solltest du entfernen, damit die Marmelade später frisch und sauber schmeckt.
Wenn du später noch Fruchtstücke in der Marmelade haben möchtest, reicht es, die Erdbeeren grob zu schneiden. Für eine feinere Konsistenz kannst du einen Teil der Erdbeeren mit einer Gabel zerdrücken oder kurz pürieren.
2. Erdbeeren mit Zucker erhitzen
Die vorbereiteten Erdbeeren zusammen mit dem Zucker in einen großen Topf geben und bei niedriger Hitze langsam erwärmen. Dabei geben die Früchte nach und nach Saft ab, und der Zucker kann sich gleichmäßig lösen.
Wenn du Zeit hast, kannst du die Erdbeeren mit dem Zucker auch 20 bis 30 Minuten stehen lassen, bevor du sie erhitzt. Dadurch ziehen sie Saft und die Masse brennt später nicht so schnell an.
3. Marmelade kochen
Sobald sich der Zucker aufgelöst hat, die Hitze erhöhen und die Fruchtmasse zum Kochen bringen. Danach unter gelegentlichem Rühren weiterkochen, bis die Marmelade merklich eindickt.
Während des Kochens kann sich Schaum an der Oberfläche bilden. Diesen am besten mit einem Löffel abschöpfen, damit die Marmelade später klarer und schöner aussieht. Rühre besonders am Topfboden regelmäßig um, weil Erdbeeren und Zucker dort leicht ansetzen können.
Die Kochzeit kann je nach Wassergehalt der Erdbeeren etwas unterschiedlich sein. Sehr saftige Erdbeeren brauchen meist länger, bis die Marmelade eindickt.
4. Zitronensaft zugeben
Den Zitronensaft einrühren und die Marmelade noch ein paar Minuten weiterkochen. Der Zitronensaft bringt etwas Frische in den Geschmack und sorgt dafür, dass die Süße der Erdbeeren ausgewogener wirkt.
Außerdem passt die leichte Säure sehr gut zu Erdbeeren, weil sie das Aroma hebt und die Marmelade nicht zu flach schmecken lässt.
5. Gelierprobe machen
Etwas Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wird sie nach kurzer Zeit fester und läuft nicht sofort auseinander, ist sie fertig. Wenn sie noch sehr flüssig bleibt, die Marmelade ein paar Minuten weiterkochen und die Probe wiederholen.
Diese Probe lohnt sich, weil du damit besser einschätzen kannst, ob die Marmelade noch etwas länger kochen muss oder schon die richtige Konsistenz hat. Denke daran, dass Marmelade beim Abkühlen noch etwas fester wird.
6. Heiß abfüllen
Die fertige Marmelade sofort in saubere, sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen. Die Gläser sollten möglichst heiß ausgespült oder vorher ausgekocht sein. Auch die Deckel müssen sauber sein, damit die Marmelade länger hält.
Fülle die Marmelade möglichst bis knapp unter den Rand ein, verschließe die Gläser direkt und lasse sie bei Raumtemperatur auskühlen.
Worauf du achten solltest
Verwende möglichst reife und aromatische Erdbeeren. Nimm lieber einen größeren Topf, weil die Masse beim Kochen aufschäumen kann. Rühre regelmäßig um, damit nichts am Boden ansetzt. Mach die Gelierprobe rechtzeitig und fülle die Marmelade direkt heiß in die Gläser.
Wenn du eine sehr glatte Marmelade möchtest, kannst du die Masse vor dem Abfüllen kurz pürieren. Für eine rustikalere Variante bleiben kleine Erdbeerstücke in der Marmelade.
Wenn die Marmelade nicht so wird wie gewünscht
Sie bleibt zu flüssig:
Dann hat sie meistens noch etwas mehr Kochzeit gebraucht oder die Gelierprobe wurde zu früh gemacht.
Sie wird zu fest:
Dann wurde sie oft etwas zu lange gekocht. Deshalb lieber zwischendurch testen.
Sie schmeckt zu süß:
Hier hilft der Zitronensaft, weil er mehr Frische in die Marmelade bringt.
Sie hält nicht gut:
Dann liegt es oft an Gläsern, die nicht sauber oder nicht gut genug sterilisiert waren.
Varianten
Du kannst die Marmelade leicht anpassen, zum Beispiel mit fein pürierten Erdbeeren für eine glattere Konsistenz, kleinen Fruchtstücken für mehr Struktur, etwas Vanille, einem Hauch Minze oder einer Mischung mit Himbeeren oder Rhabarber.
Auch ein wenig Zitronenabrieb passt gut, wenn du den Geschmack frischer machen möchtest.
Gläser, Haltbarkeit und Verwendung
Gut verschlossen hält sich die Marmelade in sauberen Gläsern mehrere Monate. Nach dem Öffnen sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und immer mit einem sauberen Löffel entnommen werden. So bleibt sie länger frisch. Besonders gut schmeckt sie auf Brot, Brötchen, Pfannkuchen, Waffeln oder als fruchtige Schicht in Kuchen und Torten.

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