Dieser Apfel-Pudding-Kuchen ist kein klassischer Rührkuchen, sondern eher ein sehr weicher, saftiger Apfelkuchen mit fast cremiger Mitte. Genau das macht ihn so gut. Durch die vielen dünnen Apfelscheiben wird der Teig beim Backen besonders zart und bleibt schön feucht, ohne schwer zu wirken.
Ich mag an diesem Rezept vor allem, dass es mit ganz einfachen Zutaten auskommt und trotzdem eine besondere Konsistenz hat. Kein aufwendiger Belag, keine extra Creme, kein komplizierter Aufbau – nur ein schlichter Kuchen, der gerade durch seine weiche Textur überzeugt. Besonders gut passt er zu Kaffee, Tee oder als kleines Dessert nach dem Essen.
Zutaten
100 g Mehl
80 g Puderzucker
80 g Butter, zimmerwarm
3 Eier
3 Äpfel
1 Zitrone
1 Prise Zimt
1/2 Päckchen Backpulver
etwas Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
1. Äpfel vorbereiten
Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Danach direkt mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Die dünnen Scheiben sind hier wichtig, weil sie sich später besser im Teig verteilen und dem Kuchen genau diese weiche, fast puddingartige Struktur geben. Wenn die Apfelstücke zu dick sind, bleiben sie beim Backen fester und der Kuchen wird nicht ganz so zart.
Für dieses Rezept eignen sich Äpfel, die beim Backen weich werden, aber nicht komplett zerfallen. Leicht säuerliche Sorten passen besonders gut, weil sie einen schönen Kontrast zum süßen Teig geben.
2. Butter und Zucker cremig rühren
Die zimmerwarme Butter mit dem Puderzucker cremig schlagen. Danach die Eier einzeln dazugeben und jeweils gut unterrühren.
Nimm dir für diesen Schritt ruhig etwas Zeit. Je glatter die Masse am Anfang ist, desto feiner wird später auch der Teig. Die Butter sollte wirklich weich sein, aber nicht geschmolzen. Wenn sie zu kalt ist, verbindet sie sich schlechter mit den Eiern.
3. Trockene Zutaten einarbeiten
Mehl und Backpulver mischen und zusammen mit etwas Zitronenabrieb und einer Prise Zimt zur Butter-Ei-Masse geben. Alles kurz zu einem glatten Teig verrühren.
Der Teig wirkt eher weich – das ist bei diesem Kuchen genau richtig. Sobald Mehl und Backpulver in der Masse sind, solltest du nicht mehr zu lange rühren. So bleibt der Kuchen später zarter und wird nicht unnötig fest.
4. Äpfel unterheben
Jetzt die Apfelscheiben vorsichtig unterheben, bis sie gleichmäßig mit Teig umhüllt sind. Arbeite am besten mit einem Teigschaber oder großen Löffel, damit die dünnen Scheiben nicht zu stark brechen.
Durch die große Menge an Äpfeln sieht es fast so aus, als wäre zu wenig Teig da. Genau so soll es sein. Der Teig verbindet die Apfelscheiben nur leicht miteinander, und dadurch entsteht nach dem Backen diese besonders saftige Konsistenz.
5. In die Form füllen
Eine kleine Form oder Auflaufform von etwa 15 x 20 cm mit Backpapier auslegen und die Masse hineingeben. Die Oberfläche leicht glatt streichen.
Achte darauf, die Apfelscheiben möglichst gleichmäßig zu verteilen, damit der Kuchen überall gleichmäßig saftig wird. Wenn einzelne Scheiben oben herausstehen, ist das nicht schlimm. Sie werden beim Backen leicht weich und geben dem Kuchen eine schöne Oberfläche.
6. Backen
Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten backen.
Er sollte oben leicht goldbraun sein, innen aber weich bleiben. Genau diese weiche Mitte gehört bei diesem Kuchen dazu. Wenn du mit einem Stäbchen prüfst, kann es leicht feucht herauskommen, weil viele Äpfel im Teig sind. Wichtig ist nur, dass kein roher Teig daran klebt.
7. Abkühlen lassen
Den Kuchen nach dem Backen aus der Form nehmen und vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.
Lauwarm schmeckt er auch sehr gut, aber nach dem Abkühlen lässt er sich meist schöner schneiden. Die Mitte wird dann etwas stabiler, bleibt aber weich und saftig.
Wichtige Punkte bei diesem Kuchen
Die Äpfel wirklich dünn schneiden. Die Butter vorher auf Zimmertemperatur bringen. Den Teig nur kurz rühren, sobald Mehl und Backpulver drin sind. Nicht zu lange backen, damit die Mitte weich bleibt.
Wenn du den Kuchen besonders fein möchtest, kannst du die Apfelscheiben sehr gleichmäßig schneiden. Ein Gemüsehobel kann dabei helfen, ist aber nicht zwingend nötig.
Wenn etwas nicht passt
Der Kuchen wird zu trocken:
Dann war er meistens etwas zu lange im Ofen. Beim nächsten Mal lieber ein paar Minuten früher prüfen.
Der Teig wirkt vor dem Backen zu apfellig:
Das ist normal. Gerade das viele Obst macht später die besondere Konsistenz aus.
Die Masse wird nicht richtig glatt:
Dann waren Butter oder Eier oft noch zu kalt. Zutaten mit Zimmertemperatur verbinden sich besser.
Der Kuchen wirkt sehr weich:
Auch das ist hier gewollt. Es ist kein trockener Apfelkuchen, sondern eher ein sehr zarter, feuchter Kuchen.
Servieren und kleine Varianten
Der Apfel-Pudding-Kuchen schmeckt pur schon sehr gut, besonders mit etwas Puderzucker. Du kannst ihn aber auch mit einem Klecks Schlagsahne, Vanillesauce oder einer Kugel Vanilleeis servieren. Wer mag, kann zusätzlich etwas Zitronenabrieb, Vanille oder gehackte Mandeln in den Teig geben. Auch eine kleine Prise Kardamom passt gut, wenn du den Kuchen etwas aromatischer machen möchtest.

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