Wenn du weiches Hefegebäck mit einer saftigen Nussfüllung magst, ist dieser Nusszopf genau das Richtige. Der Teig wird schön locker und zart, die Füllung ist aromatisch und durch die gerösteten Nüsse besonders intensiv. Dazu kommt eine feine Zimtnote und zum Schluss ein einfacher Zuckerguss, der perfekt dazu passt.
Das Rezept ergibt zwei Zöpfe – ideal also, wenn du für die Familie backst, Gäste erwartest oder gleich einen auf Vorrat einfrieren möchtest. Frisch gebacken schmeckt der Nusszopf natürlich am besten, aber auch am nächsten Tag ist er noch richtig gut.
Zutaten für 2 Zöpfe
Für den Hefeteig
- 200 g lauwarme Milch
- 30 g Zucker
- 20 g Vanillezucker
- 30 g frische Hefe
- 500 g Weizenmehl Type 405
- 1/4 TL Salz
- 2 Eier
- Abrieb von 1/2 Zitrone
- 80 g kalte Butter, in Stückchen
Für die Nussfüllung
- 150 g Haselnüsse
- 100 g Walnüsse
- 50 g gehackte Mandeln
- 200 g Löffelbiskuits, zerkleinert
- 1 TL Zimt
- 240 g Wasser
- 240 g Zucker
Für die Glasur
- 150 g Puderzucker
- 2 bis 3 EL Wasser

Zubereitung
1. Hefe ansetzen
Die lauwarme Milch mit Zucker, Vanillezucker und der frischen Hefe in eine Rührschüssel geben und gut verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Danach die Mischung etwa 10 Minuten stehen lassen.
Wichtig ist, dass die Milch wirklich nur lauwarm ist. Ist sie zu heiß, kann die Hefe ihre Triebkraft verlieren.
2. Teig kneten
Jetzt Mehl, Salz, Eier und den Zitronenabrieb zur Hefemischung geben und alles etwa 5 Minuten kneten. Anschließend die kalte Butter nach und nach in kleinen Stückchen dazugeben und den Teig weitere 10 Minuten kneten.
Am Ende sollte ein glatter, weicher und elastischer Teig entstehen. Falls er noch nicht schön geschmeidig ist, lieber etwas länger kneten statt sofort mehr Mehl einzuarbeiten.
3. Teig gehen lassen
Die Schüssel abdecken und den Teig 60 bis 80 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
Währenddessen kannst du in Ruhe die Füllung vorbereiten.
Nussfüllung zubereiten
1. Nüsse rösten und zerkleinern
Haselnüsse und Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie duften. Danach abkühlen lassen und grob bis fein zerkleinern. Die Löffelbiskuits ebenfalls zerkleinern.
Das Rösten lohnt sich wirklich, weil die Füllung dadurch viel aromatischer wird.
2. Füllung kochen
Wasser und Zucker in einem Topf aufkochen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Dann die zerkleinerten Nüsse, gehackten Mandeln, Löffelbiskuits und den Zimt einrühren.
Alles gut vermengen, bis eine streichfähige, saftige Masse entsteht. Sie sollte nicht flüssig sein, damit sie sich später gut verteilen lässt und beim Formen nicht herausläuft.
Nusszopf formen
1. Teig ausrollen
Den gegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, kurz durchkneten und zu einem Rechteck von etwa 40 x 50 cm ausrollen.
2. Füllung verteilen
Die Nussmasse gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Am besten bis fast an den Rand, aber nicht zu dick, damit sich der Teig noch gut aufrollen lässt.
3. Aufrollen
Den Teig von der Längsseite her aufrollen. Die Seiten dabei leicht einschlagen, damit die Füllung besser im Inneren bleibt. Danach die Rolle mit der Naht nach unten ablegen.
4. In zwei Rollen teilen
Die Rolle einmal quer halbieren, sodass zwei gleich große Rollen entstehen. Beide auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
5. Zöpfe drehen
Jetzt jede Rolle längs mittig einschneiden, sodass zwei offene Stränge entstehen. Diese vorsichtig miteinander verdrehen.
Genau dadurch entsteht die typische Optik, bei der man die Füllung später schön sehen kann.

Zweite Ruhezeit
Die geformten Zöpfe abdecken und noch einmal etwa 30 Minuten ruhen lassen.
Diese zweite Gehzeit macht viel aus, weil der Teig dadurch vor dem Backen noch lockerer wird.
Backen
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Blech in die Mitte des Ofens schieben, direkt danach etwas Wasser in den Ofen sprühen und die Tür sofort wieder schließen.
Die Zöpfe 16 bis 18 Minuten goldbraun backen. Danach aus dem Ofen nehmen und vollständig oder fast vollständig auskühlen lassen.
Glasur
Für die Glasur den Puderzucker mit 2 bis 3 EL Wasser verrühren. Die Masse sollte dickflüssig sein, also nicht zu dünn.
Sobald die Zöpfe nur noch leicht warm oder fast ausgekühlt sind, kannst du sie damit verzieren.
Tipps für ein gutes Ergebnis
- Den Teig lieber etwas länger kneten als zu früh mehr Mehl zuzugeben.
- Die Butter wirklich erst nach dem ersten Kneten einarbeiten.
- Die Nüsse vorher rösten, damit die Füllung voller und aromatischer schmeckt.
- Die Füllung sollte streichfähig, aber nicht flüssig sein.
- Den Zopf nicht zu lange backen, damit er schön saftig bleibt.
- Die Glasur erst auftragen, wenn das Gebäck nicht mehr heiß ist.
Variationen
Du kannst den Nusszopf ganz einfach an deinen Geschmack anpassen, zum Beispiel mit:
- Rosinen in der Füllung
- etwas mehr Zimt
- einem Hauch Kakao in der Nussmasse
- Pistazien als Dekoration
- Zitronen- oder Orangenglasur statt klassischem Zuckerguss

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