Diese Apfelschnecken sind weich, saftig und genau so ein Hefegebäck, das frisch aus dem Ofen am besten schmeckt. Der Teig bleibt durch Butter und Naturjoghurt schön zart, und die kleinen Apfelwürfel sorgen dafür, dass die Füllung fruchtig wird, ohne den Teig aufzuweichen.
Wichtig ist bei diesem Rezept vor allem, den Teig nicht zu fest zu machen, die Äpfel klein zu schneiden und die Schnecken nicht zu lange zu backen. Dann bleiben sie locker, duften herrlich und trocknen auch nach dem Abkühlen nicht sofort aus. Besonders gut passen sie zu Kaffee, Tee oder als süßes Gebäck für den Nachmittag.
Zutaten
Für den Teig
160 ml Milch, lauwarm
60 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 Würfel Germ
2 EL Naturjoghurt
150 g Butter, zimmerwarm
1 Packung Backpulver
600 g Mehl
Für die Füllung
100 g Butter, geschmolzen
3 Äpfel
2 Packungen Vanillezucker
Zum Bestreuen
Zucker nach Belieben
Zimt nach Belieben

Zubereitung
Germ ansetzen
Von der Zuckermenge etwa 1 Teelöffel abnehmen und zusammen mit dem zerbröselten Germ in der lauwarmen Milch auflösen. Die Mischung ein paar Minuten stehen lassen, bis der Germ aktiviert ist und sich kleine Bläschen bilden.
Die Milch sollte wirklich nur lauwarm sein. Ist sie zu heiß, verliert der Germ an Wirkung. Ist sie zu kalt, geht der Teig später schlechter auf.
Buttermasse vorbereiten
Die weiche Butter mit dem restlichen Zucker und dem Salz verrühren. Danach das Ei und den Naturjoghurt unterrühren. Der Joghurt macht den Teig etwas weicher und sorgt dafür, dass die Schnecken nach dem Backen zarter bleiben.
Teig kneten
Mehl und Backpulver vermengen und zusammen mit der Germ-Milch zur Buttermasse geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten.
Der Teig sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht stark an den Händen kleben. Wenn er sehr klebrig ist, nur wenig zusätzliches Mehl verwenden. Zu viel Mehl macht die Schnecken später trockener. Besser ist es, den Teig etwas länger zu kneten, bis er elastischer wird.
Teig ruhen lassen
Den Teig in eine Schüssel geben, abdecken und an einem warmen Ort etwa 40 Minuten ruhen lassen.
Nach der Ruhezeit sollte der Teig lockerer wirken und sich gut ausrollen lassen. Er muss sich nicht unbedingt verdoppeln, sollte aber sichtbar aufgegangen und weicher geworden sein.
Äpfel vorbereiten
Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
Die Stücke sollten nicht zu groß sein, damit sich die Rolle später sauber schneiden lässt und die Füllung beim Aufrollen nicht zu stark herausrutscht. Leicht säuerliche Äpfel passen besonders gut, weil sie einen schönen Kontrast zum süßen Teig geben.
Ausrollen und füllen
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf etwa 70 x 50 cm ausrollen. Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die geschmolzene Butter auf dem Teig verstreichen. Danach die Apfelwürfel gleichmäßig verteilen und mit dem Vanillezucker bestreuen. Wer mag, kann an dieser Stelle auch etwas Zimt darübergeben. Achte darauf, am Rand ein wenig Platz zu lassen, damit sich die Rolle besser schließen lässt.
Aufrollen und schneiden
Den Teig von der langen Seite her möglichst straff aufrollen und die Rolle in etwa 3 cm dicke Stücke schneiden.
Je gleichmäßiger die Stücke sind, desto gleichmäßiger backen die Schnecken. Ein scharfes Messer hilft, damit die Schnecken ihre Form behalten und nicht zu stark zusammengedrückt werden.

Backen
Die Schnecken mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und etwa 20 Minuten backen.
Sie sollten goldgelb sein, aber nicht zu dunkel werden. Genau das macht bei diesem Rezept viel aus, weil sie sonst schnell an Saftigkeit verlieren. Wenn dein Ofen stärker bäckt, kontrolliere sie lieber schon nach 17 bis 18 Minuten.
Woran du bei diesem Rezept denken solltest
Ein guter Germteig fühlt sich weich und elastisch an und lässt sich ohne großen Widerstand ausrollen. Wenn er sehr fest wirkt, wurde meistens zu viel Mehl verwendet oder nicht lange genug geknetet.
Auch die Äpfel machen hier einen Unterschied. Kleine Würfel lassen sich besser verteilen und halten die Füllung ruhiger in der Rolle. Große Stücke machen das Schneiden und Aufrollen unnötig schwieriger.
Wenn die Schnecken nicht so werden wie gewünscht
Geht der Teig nicht richtig auf, liegt es meistens an zu heißer oder zu kalter Milch oder an nicht mehr ganz frischem Germ.
Werden die Schnecken trocken, waren sie oft etwas zu lange im Ofen oder der Teig war zu fest.
Rutscht die Füllung heraus, sind die Apfelstücke meist zu groß oder die Rolle wurde zu locker aufgerollt.
Aufbewahrung und Servieren
Am besten schmecken die Apfelschnecken leicht lauwarm oder am Tag des Backens. Luftdicht verpackt lassen sie sich aber auch am nächsten Tag noch gut essen. Wenn du sie kurz erwärmst, werden sie wieder weicher und duften fast wie frisch gebacken. Wer möchte, kann sie vor dem Servieren mit etwas Staubzucker bestreuen oder mit einer einfachen Glasur aus Staubzucker und wenig Zitronensaft verfeinern.

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